Hauptrolle

Jetzt, wo ich wieder hier bin, fällt mir auf wie sehr mir Gesellschaft fehlte. Und nun sitz ich vor meinem Pc mit der Vorraussicht auf den Alltag im Nacken und dachte, dies wäre ein gute Zeitpunkt meinen ersten Blogeintrag zu schreiben.

Ich verbrachte die letzten paar Tage bei einer sehr guten Freundin und ich bemerkte, wie sehr mir die Gesellschaft in unmittelbarer Nähe fehlt. Wie entspannend ein flüssiges Gespräch sein kann, oder man mit der Meinung auf den gleichen Nenner kommt und keine Angst haben muss, sollte dies mal nicht so sein.

 

Wenn man einen Menschen aus dem Blickwinkel betrachten kann und man dieser Person ins Gesicht schauen kann - und das mit Freude - is das für mich ein Gefühl von Geborgenmheit, irgendwie.

Mir gibt das so viel, jemanden in meiner Nähe zu haben, wo ich mir sicher sein kann, nicht enttäuscht zu werden. Ich bin für jede Art von Aufmerksamkeit und für jede Weise von Zärtlichkeit ungeahnt dankbar.

Wenn man mich schätzt, als Mensch und mir nette Dinge sagt, geht mir in dem Moment das Herz auf und ich beginne innerlich vor Freude zu weinen. Das mag ein wenig kitschig klingen, aber mir bedeuten solche Worte sehr viel. Eben weil ich dann einmal für einen Moment  in einer Welt lebe, in der ich die Hauptrolle spiele.

Trotzdem hab ich gelernt, dazu eine gewisse Distanz aufzubringen und mich nichtmehr fallen zu lassen, mein Glück von Menschen abhängig zu machen,.. denn in meinem Hinterkopf bleibt immer das gewisse Gefühl von unaufhaltbarer Enttäuschung, die früher oder später eintreten wird.

Wenn ich mich zurückerinnere, wie ich mit einem Mädchen befreundet war, neben der ich immer im Schatten gestanden hab und auch nun immernoch im Schatten stehe, weil viele Menschen nicht in der Lage sind, mich als voll zu nehmen, wird mir übel. Ich machte das 7 Jahre durch, hab mich wie Dreck behandeln lassen und mich immer untergeordnet. In meiner gescheiterten Beziehung war das gen Ende etwa vergleichbar.

Es ist so traurig, wenn man nichts von dem, was man gibt, zuückbekommt, bis man von selbst beschließt sein Geben zurückzunehmen um sich selbst ein wenig zu schützen, weil man merkt dass das eigene Selbst am ehrlichsten ist und einen nie im Stich lässt. Mittlerweile bin ich mir selbst wichtig genug, den Fehler nicht nochmal zu begehen und bin alt genug, um Menschen auf 600km zu erkennen, die mir so einen Schaden zufügen.

Aber zum Glück gibt es ein paar Ausnahmen, die zwar sehr rar aber sehr bedeutungsvoll sind und diese Ausnahmen wohnen in meinem Herzen.

Und das ist auch etwas, worauf ich sehr stolz bin. Menschen im Herzen zu tragen und sich zu bemühen, trotz dem ganzen Drang als voller Mensch wahrgenommen zu werden, nicht nur an sich selbst zu denken. Ja, ich hab sogar nicht verlernt, gut über die Menschen die mir wichtig waren/sind, für die ich es aber nicht bin, zu reden.

Seit ein paar Wochen hab ich mich von allen Menschen gelöst, die mich schlecht behandelten oder mich einfach nicht zu schätzen wussten, das mag ein wenig arrogant klingen, aber ich denke, dass ich mit dem Gedanken recht richtig liege und das dieser nicht verwerflich ist.

Jetzt, wo ich nicht mehr unter diesem Druck steh und keine Erwartungen mehr hab, kann ich bei Null anfangen und mir geht es besser als zu vor. Ich zeichne für mich selbst, ich lebe für mich selbst,.. ich bilde mir meine eigene Meinung und hör gerne zu, bin dankbar wenn mir zugehört wird und noch vielmehr, wenn man mich versteht.

Es fällt nichtmehr so schwer, morgens aus dem Bett aufzustehen.. es ist wie als wäre mir eine unbändige Last von den Schultern genommen und

 

die vergangenen paar Tage waren wie Balsam für meine Seele. 

Jetzt ist zwar alles wieder beim alten, aber ich weiss, dassich nicht so allein bin. Das macht dieses ganze schöne Stück durch die Welt kämpfen ein wenig schöner. *-*

1.5.07 20:44

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Üsü (1.5.07 20:51)
Das ... hn. nnh... ; ;

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